Haus des Monats
Centre Pompidou, Paris
Juli — 2026
dieses MalThomas Gerstmeir
OrtParis, FR
Architekt*innenRenzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini
Bauzeit1971–1977
FotografieHenning Koepke

Gebautes Hallo-Wach?
Unabhängig aller geschmacklichen Fragen ist dieses Bauwerk für mich immer wieder eine überwältigende Freude und jedesmal, wenn ich dieses Haus sehe, auf Fotos oder in live, stelle ich mir folgende Fragen: wie konnte damals dieser Konsens zur Umsetzung gefunden werden? Was war das für eine gesellschaftliche Stimmung? Welche Aufbruchsideen lagen hinter dieses Entscheidung? Welches Vertrauen auf eine bessere Zukunft konnte hier aktiviert werden und fand hier Ausdruck?
Ein Verriß hingegen wäre bei diesem Haus in alle Richtungen denkbar einfach. Und deshalb ist ein solcher wahrscheinlich auch so beliebt. Und ich stelle mir vor, man würde heute mit solchen Ideen als Architekt um die Ecke biegen: Im besten Fall würde man nur ausgelacht.
Um all unsere Aufgaben der Zukunft meistern zu können, sollte sich die Architekten- und Bauherrenschaft von diesem Mut des Centre Pompidou mal eine Scheibe abschneiden, statt sich im Klein-Klein der - auch aus meiner Sicht absolut notwendigen - Nachhaltigkeitsfrage akademisch zu verheddern. Gefühlt genau das passiert nämlich gerade.
Und natürlich ist das Centre Pompidou nicht 1:1 eine mögliche Antwort. Es ist eher der Wille zur Idee, zur Veränderung und zum großen Moment der hier Blaupause sein könnte.
PS: München kann übrigens mit dem Olympiagelände hier locker mithalten. Was für ein Wunder!
Ein Verriß hingegen wäre bei diesem Haus in alle Richtungen denkbar einfach. Und deshalb ist ein solcher wahrscheinlich auch so beliebt. Und ich stelle mir vor, man würde heute mit solchen Ideen als Architekt um die Ecke biegen: Im besten Fall würde man nur ausgelacht.
Um all unsere Aufgaben der Zukunft meistern zu können, sollte sich die Architekten- und Bauherrenschaft von diesem Mut des Centre Pompidou mal eine Scheibe abschneiden, statt sich im Klein-Klein der - auch aus meiner Sicht absolut notwendigen - Nachhaltigkeitsfrage akademisch zu verheddern. Gefühlt genau das passiert nämlich gerade.
Und natürlich ist das Centre Pompidou nicht 1:1 eine mögliche Antwort. Es ist eher der Wille zur Idee, zur Veränderung und zum großen Moment der hier Blaupause sein könnte.
PS: München kann übrigens mit dem Olympiagelände hier locker mithalten. Was für ein Wunder!